Implantate und Infektion

Mit zunehmender Verwendung medizinischer Implantate sind wir auch vermehrt mit infektiösen Biofilmen auf diesen konfrontiert. Zu den häufigsten Implantaten gehören Gelenkprothesen, Osteosynthesen, vaskuläre Prothesen, Pacemaker und Defibrillatoren, Zahnimplantate, neurochirurgische Shunts und Brustimplantate.

Der Therapieerfolg bei Implantatinfektionen ist abhängig von einer präzisen, mikrobiologischen Diagnose. Weil Mikroorganismen auf Fremdkörpern Biofilme bilden, sind sie aber oft schwierig in umgebendem Gewebe nachzuweisen.
Biofilme bestehen aus einer amorphen Matrix aus polymerisiertem Polysaccharid, in welcher Mikroorganismen eingebettet sind. Im Biofilm befinden sich Mikroorganismen in einer metabolisch wenig aktiven, stationären Wachstumsphase. Über Wochen bis Jahre entwickelt sich eine komplexe dreidimensionale Schicht, die über rudimentäre Strukturen die Ernährung des Biofilmes (über Wasserkanäle) und seine Kommunikation (durch extrazelluläre Botenstoffe) gewährleistet.

Wärend frei lebende (planktonische) Bakterien von Antibiotika und dem Immunsystem abgetötet werden, überleben adhärente Bakterien geschützt in der extra zellulären Matrix des Biofilms. 

Technische Details finden Sie im Datenblatt.
Weitere Informationen zu BactoSonic finden Sie in diesem Informationsblatt.

 

 

Planktonische und Biofilm-Formen von Bakterien

 

Biofilm auf der Implantatoberfläche